Der Anfang #DBW2014

Angefangen hat es kurz vor Mitte der 70er. Also so 1974 mit 4…

Ich war nur noch Haut und Knochen und habe mir die Seele aus dem Leib gekotzt., weil es mir so schlecht ging wurde ich mit guten Sachen wie Malzbier und Banane gefüttert.

Meine Mutter hat keinen Führerschein und es war Wochenende. Telefon konnten wir uns damals nicht leisten, also hat meine Mutter die letzten 5 Mark genommen ist auf zum Münzfernsprecher und hat meine Schwester angerufen. Dabei erst einmal die wichtigen unwesentlichen Sachen bequatscht und ach ja, der Sohnemann… Oh, Geld aufgebraucht. Auf jeden Fall ist meine Schwester sofort ins Auto gesprungen und ist die 100 km zu uns gefahren, da Sie der Meinung war, da ist was nicht in Ordnung.

Zum Glück, denn ich sah garnicht gut aus, also ins Auto und zum Notdienst gefahren, welcher mich direkt ins Krankenhaus weitergeleitet hat. Alles auf eigenen sehr wackeligen Beinen.

Ab hier ist die Erinnerung ein wenig blass, aber noch Präsent.

Im Krankenhaus wurde dann ein BZ von 1286 mg/dl gemessen. Nicht wirklich gesund und die Ketoazidose war schon sehr fortgeschritten. Ich wurde dann auf ein Sterbezimmer gelegt, da ich eigentlich schon klinisch Tod war. Ich weiß noch, das meine Schwester im Zimmer war und das ewige Piep Piep der Maschinen war zu hören.

Dann kann ich mich noch an eine Begebenheit mit einer Krankenschwester erinnern. Diese stand in einem Licht, vom Flur oder ich war tatsächlich kurz vor dem Tod, und ich wollte unbedingt eine Orange. Die Krankenschwester machte sich auf den Weg ein zu holen, leider musste Sie mir Mitteilen, das es keine Orangen mehr gab und danach bin ich irgendwann wieder wach geworden.

Tja, und dann begann mein Leben als manifestierter Diabetiker dem gesagt wurde, älter als 20 wirst Du mit dieser Krankheit nicht. Nun gut, mein MHD ist um 24 Jahre überschritten und ich erfreue mich bester Gesundheit 🙂

 

Die Manifestation von Maxine war nicht ganz so spektakulär, da wir schon erhöhte Antikörper bei Ihr hatten. Eines Montags hatten wir Sie von der Tagesmutter abgeholt und Maxine meinte nur Sie hätte Durst. Die Tagesmutter war erstaunt, denn Maxine hatte kurz vorher schon zwei Glas Wasser getrunken. Der gemessene Wert lies auch nichts gutes Erahnen, also Morgenwert abwarten. Deutlich über 200 und 2fach Ketone.

Also zum Kinderarzt, ins Krankenhaus, nach Hause, wieder ins Krankenhaus weil der Insulinmangel doch zu groß und noch zu viel Respekt da war, Rotavirus eingesammelt und nach ca. einer Woche endlich nach Hause.


dbw